Ultimate Beneficial Pipeline Construction System

 

2020
Soundinstallation
Etwa 14 m x 0,8m
Keramik, Melasse, Ziegelsteine

In dieser Arbeit ist ein Rohrsystem aufgebaut, welches sich parasitär im Raum ausbreitet. Das System besteht aus bis zu einem Meter langen Keramikrohren. Diese sind rudimentär auf roten Ziegelsteinen platziert. Jedes Objekt ist eigenständig aus Ton und mithilfe einer Hydraulikpresse angefertigt worden. Die Objekte werden nun wieder zusammengeführt und es erstrecken sich mehrere größere und kleinere Rohrleitungen mit einer Länge von insgesamt etwa 14 Metern, die den Raum annektieren.
In diesem System wird etwas transportiert, das der Betrachter mit bloßem Auge nicht sehen kann. Man hört lediglich Darmwinde durch die Rohre hallen.
Die Künstlerin ist durch ihre Performance aktiver Teil des Werkes. In minutiöser Arbeit hält sie die Rohrverbindungen mit einer klebrig fließenden Melasse dicht, welche gleichzeitig als ästhetischer Gegenmoment zu den festen Objekten dient.
Da die Melasse im Laufe der Zeit an den Keramiken hinunterläuft, wiederholt sich die Prozedur des „Stopfens“ mehrere Male am Tag. Die „Sisyphusarbeit“ des Herstellungsprozesses wird wiederholt. Die Künstlerin trägt während der Performance einen Blaumann.